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Was bleibt?
Bemerkenswertes aus einer Woche ZEIT

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Sinkt Merz schneller als Scholz? Zum ersten Jahrestag der Regierung fragen wir uns, ob es noch Anlass für Hoffnung gibt. Außerdem:

Jochen Wegner 
Chefredakteur, DIE ZEIT

Herzlich willkommen bei Was bleibt?. Jeden Samstagmorgen schicken wir Ihnen künftig diesen Newsletter mit einer Auswahl von Beiträgen aus einer Woche ZEIT, die bleiben – die besonders bemerkenswert sind und über das tagesaktuelle Geschehen hinausweisen. Aus den vielen hundert Texten, Videos und Podcasts, die in den vergangenen sieben Tagen auf zeit.de und in der aktuellen Ausgabe erschienen sind, wählen wir für Sie zwei Handvoll aus. 

Zuversicht prägt seit 80 Jahren die Haltung der ZEIT. Schon deshalb werden Sie in jedem Newsletter Beiträge finden, die Grund zu Hoffnung und Optimismus geben. Und damit Sie ganz sicher etwas zum Aufatmen haben, sammeln wir am Ende noch die guten Nachrichten der Woche. 

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Wo, bitte, ist die Zuversicht nach einem Jahr Kabinett Merz? Schwarz-Rot hatte keine Chance – und hat sie auch nicht genutzt. So ungefähr klingt das Lied der schlimmsten Apokalyptiker. Auf der einen Seite die polykritische Weltlage, auf der anderen die Krise der deutschen Volksparteien: War Friedrich Merz von Anfang an auf einer Mission Impossible? Kommt es nun zur Vertrauensfrage, zu einer AfD-tolerierten Minderheitsregierung, zur Neuwahl? 

»Die Groko scheint dort angekommen, wo die Ampel geendet ist, nur schneller«, schreibt unsere Politikchefin Tina Hildebrandt in ihrem Leitartikel. Wie historisch der Sinkflug des Neukanzlers Merz tatsächlich ist, zeigt die Analyse unseres Datenteams.

Aktuellstes Symptom einer kränkelnden Regierung: Am Freitag hat der Bundesrat die geplante Entlastungsprämie gestoppt. Die eigenen Ministerpräsidenten verweigern der Bundesregierung aus CDU, CSU und SPD die Unterstützung. 

Wer Hoffnung für die unmögliche Regierung sucht, findet sie derzeit eher in der normativen Kraft des Gesetzes: Die Position des Kanzlers ist »recht gut gesichert, jedenfalls, wenn man sich einmal die Mühe macht, in die Verfassung zu schauen«. Unser Politikchef Heinrich Wefing, selbst Jurist, hat es getan. Wenn Friedrich Merz nicht selbst eine Minderheitsregierung riskiert, so das Fazit seiner Analyse, die ich Ihnen besonders ans Herz lege, »wird es in absehbarer Zeit auch keine geben«. 

Fabian Reinbold findet an ganz anderer Stelle Anlass zur Hoffnung: Friedrich Merz hat neuerdings seine Kommunikation geändert. Zeichnet sich da etwa eine Vision ab?

Weitere Beiträge der ZEIT zum Thema: 

Neue Serie: Wo Deutschland noch funktioniert

Etwas mehr Zuversicht gefällig? In der aktuellen Ausgabe der ZEIT starten wir eine neue Serie darüber, wo es besser läuft, als die Apokalyptiker glauben. Mit konkreten Beispielen.